Die KI-generierten Arbeiten untersuchen das Gesicht als technisches Objekt innerhalb algorithmischer Bildsysteme. Anstelle von Porträt oder Identität erscheint es fragmentiert, vermessen und in Daten übersetzt. Strukturen der Facial Detection überlagern fotografische Oberflächen und transformieren sie in Diagramme maschineller Lesbarkeit.
Die Anmutung historischer Bildträger trifft auf aktuelle Technologien und erzeugt eine postdigitale Spannung, in der Vergangenheit nachträglich algorithmisch erschlossen wird. Glitch, Distortion und visuelle Artefakte markieren Brüche in der digitalen Ordnung und verweisen auf die Fragilität vermeintlicher Objektivität. Sichtbarkeit wird hier als Form von Kontrolle verhandelt – als ein maschineller Blick, der beobachtet, klassifiziert und nicht zurückblickt.
Dezember 2025