"Die bunten Comics wirken wie unfreiwillig in die karge, eintönige Landschaft geklebt. Eine dicke schwarze Einfassung um die minimalistischen Wesen trennt sie einerseits weiterhin von ihrer Umgebung und andererseits werden sie so am Boden gehalten, beinahe erdrückt. Die Steppenhafte Umwelt der Tierchen scheint lebensfeindlich, denn neben den einzelnen Tiermotiven besteht nur bedrückende Leere, oder vielmehr Weite. Die Figuren selbst wirken zwar niedlich, naiv und lieblich aber auch hilflos, stoisch, apathisch, ausgeliefert und sehr verletzlich. Diesem Umstand stehen sie jedoch scheinbar indifferent gegenüber. Die Einsamkeit und Isolation ist ihrem Ausdruck ebenso inne, wie auch die Belanglosigkeit des Seins. Sie starren mit sedierten Augen, ins Nichts, oder aber direkt den Betrachtern entgegen, wodurch selbigem ein Blick in ihre innere Leere weniger erlaubt, als aufgezwungen wird. Diese Ambivalenz zwischen infantiler Schönheit und existentialistischer Sinnsuche wird durch die überdimensionierten Bildformate nochmals verstärkt. Die Wahl der Motive selbst ist ein Bekenntnis zu den Schwächeren und Unpopulären, was durch die wohl größte Raupendarstellung der Kunstgeschichte fast schon im Absurden gipfelt. Zunec eröffnet den Betrachtern damit neue Perspektiven und rückt das Banale ins Zentrum." (Bertram Schrettl)

Alle Bilder sind mit Acryl auf Leinwand gemalt, mit den Maßen 150 x 100 cm, entstanden 2017.

 

 

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